Termine


Newsletter

Hier können Sie sich für unsere Newsletter an- und abmelden. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung.











Impressionen

Bild03.jpg

- Anfrage 13.07.2011 Wallersee-AW PDF Drucken E-Mail

Anfrage vom 13.07.2011

Thema: Deponie Wallersee

Wie aus dem Umweltatlas der HLUG zu ersehen ist, hat die Deponie Wallersee immer noch den Status einer Altlast, bei der weder eine Sanierungsmaßnahme eingeleitet, geschweige denn abgeschlossen ist. Wie der Magistrat im Rahmen einer anderen Sanierungsmaßnahme mitteilte, besteht auch bei der Deponie Wallersee Handlungsbedarf.

  1. Ist zwischenzeitlich das Ergebnis der vertiefenden Untersuchungen, für die die Landeszuschüsse bewilligt wurden (Staatsanzeiger vom 09.11.2009) dem Magistrat bekannt?
  2. Wenn ja, welche neuen Erkenntnisse hat der Magistrat bezgl, der Umweltbeeinflussung (Luft, Wasser und Boden) durch diese Deponie ?
  3. Wurden Veränderungen der Auswirkungen auf die Umwelt im zeitlichen Verlauf festgestellt ?
  4. Wenn ja, welche?
  5. Existiert eine Langzeitstudie?
  6. Welche Priorität misst der Magistrat der Sanierung dieser Deponie bei, und warum?
  7. Das Landesprogramm (Abschlussbeseitigung kommunaler Altlasten) hat zum Ziel, kommunale Altlasten bis zum Jahre 2015 zu beseitigen. Für wie realistisch hält der Magistrat diese Zeitvorgabe im Falle der Wallersee-Deponie?
  8. Gab es schon eine Reaktion von Kreis- oder Landesseite auf die Anmeldung der 5 Altlastenflächen im o.g. Programm?
Antwort vom 26.07.2011:
1 und 2. Die Ergebnisse der vertiefenden Untersuchungen der Altablagerung
Wallersee liegen seit Ende September 2010 vor und wurden den Gremien sowie
der Presse bekannt gegeben.

Zusammenfassend können folgende Ergebnisse benannt werden:

Bei den Detailuntersuchungen der Altablagerung Wallersee wurden weitere
Grundwassermessstellen und Bodenluftpegel an den erkundeten Standorten
platziert und beprobt. Diese Beprobungen haben die bei Deponien zu
erwartenden Befunde erbracht.

Untersucht wurden der Boden, das Grundwasser und die Bodenluft.
Bodenuntersuchungen erbrachten im südwestlichen Bereich des Wallersees eine
ca. 60 qm große auffällige Oberfläche, die angewiesen durch das
Regierungspräsidium Darmstadt als Bodenschutzbehörde, vorsorglich zur
Absicherung mit unbedenklichem Bodenmaterial abgedeckt wurde.

Nach Prüfung und Auswertung der Ergebnisse wurde mit dem zuständigen
Regierungspräsidium Darmstadt vereinbart, dass die festgestellten
Ergebnisse der Grundwasser- und Bodenluftuntersuchungen im Wege der
Wiederholungsproben sowie Erweiterung der Beprobungsstandorte auf ihre
Belastbarkeit überprüft werden. Hierzu sind im nordwestlichen Bereich der
Bebauung am Wallersee weitere Deponiegasuntersuchungen vorgesehen.
Weiterhin werden die bestehenden Grundwassermessstellen mehrfach beprobt.
Für diese Bodenluft- und Grundwasseruntersuchungen wurden Ende 2010 erneute
Fördermittel für 2011 beantragt. Endgültige Ergebnisse sind erst nach
Abschluss der fortgesetzten Detailuntersuchungen zu erwarten.

3. nein

5. Seit 1985 wird das Grundwasser im Abfluss des Wallersees mindestens
einmal jährlich untersucht. Im letzten Jahr kamen zwei Messstellen im
Zufluss des Wallersees hinzu.

6 und 7. Inwiefern eine Sanierung der Altablagerung Wallersee sich als
notwendig herausstellen sollte, ist derzeit nicht bekannt. Zur Klärung
dieses Sachverhaltes wurde und wird ein nicht unbeachtlicher Aufwand durch
die Stadt Rodgau betrieben. Sollte eine Sanierung der Altablagerung
Wallersee Ergebnis der Detailuntersuchungen sein, wird das weitere Vorgehen
zu gegebener Zeit zu diskutieren sein.

8. Von den 5 vorangemeldeten Flächen, die in das Abschlussprogramm
Kommunale Altlastenbeseitung aufgenommen werden sollten, fanden Mitte 2007
zwei Flächen tatsächlich Berücksichtigung in dem Abschlussprogramm. Zu
diesen Flächen gehören die Altablagerung Wallersee und die Harzer Straße.
Zur Altablagerung Wallersee sind alle wichtigen Informationen in den oberen
Abschnitten dargestellt.
Die Fläche "Harzer Straße" mit der ALTIS-Nr. 438.011.030.000.047 wurde
orientierend untersucht. Als Ergebnis wurde die Fläche im Juni 2009 als
unproblematisch eingestuft und das bodenschutzrechtliche Verfahren damit
abgeschlossen.