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Schlussrechnung Ludwigstr. 58-60
100euro

Rede von Norbert Löw in der StVV 17.02.2014

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher...

Die Stadtverordnetenversammlung soll u.a. die Auszahlung von Euro 102.021,11 beschließen, die im Rahmen der Bauzeitverlängerung im Vergleichswege mit der ausführende Firma für das Objekt Ludwigstraße 58-60 noch zu  zahlen wäre.

Beginnt man bei der Vorlage 198 bei diesem phantastischen Zahlen Jojo am Ende, also auf der Seite 9, so ist hier resümierend zu lesen:

Die Mehrkosten gegenüber dem ursprünglichen Angebot von Euro 3.125.280, 38 betragen  Euro  474.719,62. Dies entspricht einer Erhöhung von ca. 15 kuscheligen  % zur Endsumme von Euro 3.600.000. 

Am 06.07.2009 beschloss die Stadtverordnetenversammlung auf Basis der Vorplanung dieses Projektes die Genehmigungsplanung zur Erteilung der Baugenehmigung fortzuführen.

Zu diesem Zeitpunkt gab es eine Kostenschätzung der oppp-consult, die von    Euro 3.303.696   ausging.

Nachdem das beauftragte Architekturbüro die Planung zur Ausschreibung erstellt hatte, erhielt eine Kasseler Firma den Zuschlag für  Euro  3.125.280,38

Der Magistrat war am 14.03.2011 der Meinung, den nemme me.

Im Rahmen der Bietergespräche sah man noch Einsparmöglichkeiten, so dass am 24.05.2011 ein Bauvertrag mit der Auftragssumme von  2.971.265,02 geschlossen wurde.

Nehmen wir einfach mal diese 2.971.262,02 Euro, so beträgt die Differenz zu den 3.600.000 Euro = 628.735 Euro

und bedeutet keine Steigerung von  15 % sondern von21 %.

Am 23.05.2013, also fast genau 2 Jahre nach Abschluss des Bauvertrages lag jetzt die Schlussabrechnung der Baufirma vor.

Sie betrug  3.997.480   Euro glatt ohne Eurocent.

Das war dann nix mehr mit 15 % Steigerung, sonder das waren fast 35%  Steigerung . Deutlich unter Berliner Flughafenniveau, aber für den Rodgau im noch recht ordentlich.

Wobei alleine 380.279,95 Euro für eine Bauzeitenverlängerung von etwas über 100 Tage in Rechnung gestellt wurden.

Die Stadt Rodgau stellt hier fest, dass dem ausführenden Unternehmen unstreitig erbrachte Leistungen in der Höhe von Euro 3.497.978,99 zu honorieren seien.

Bei der Zahlung von 3.600.000 hätte Rodgau dem zufolge die im Antrag genannte Summe von 102.022,11 möglicherweise ungerechtfertigt zu zahlen, während von  ausführende Unternehmen, was 3.997.480 gefordert hat, auf 397.480 Euro zu verzichten wäre.

Wer mehr fordert kann auch auf mehr verzichten.

Unser Fazit:

Ein nicht vorhandenes oder auch schwaches Projektmanagement seitens unserer Stadt hat ein, finden wir , überfordertes Planungsbüro beauftragt  und die beiden  haben, auch diese unsere subjektive Meinung, ein ausführendes Unternehmen beauftragt, das  auf genau solche Auftraggeber gewartet hat.

Es zeigt sich hier, dass Rodgau in der Projektabwicklung und im Projektmanagement sehr gelinde gesagt, einen großen Nachholbedarf hat.

Wir können nur hoffen, dass sich das entstehende Familienzentrum, -das von Weitem immer noch mehr der Kaaba in Mekka gleicht- nicht ähnlich entwickelt.

Wir, von ZmB, sehen natürlich auch in dieser selbstverschuldeten Situation die rechtlichen Risken für unsere Stadt und mögliche zusätzliche Kosten einer gerichtlichen Auseinandersetzung.

Bei der  Drucksache 198/2014, einem Musterbeispiel, wie man bei mangelnder Vorbereitung eines Projektes, mit dem Nasenring durch und über eine Baustelle gezogen wird, wird sich die ZmB – Fraktion enthalten.