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- Anfrage 23.06.2014 Bodenluftmessungen Wallersee-AW
wasser

wir bitten den Magistrat um die Beantwortung folgender Fragen:

In der letzten Mitteilung des Magistrats zum Thema Wallersee war zu lesen, dass diverse Gase (giftig, explosiv) dem Deponiekörper entströmen. Als eine mögliche Problemlösung sollte durch den Kreis Offenbach eine Drainage zur Ableitung installiert werden und das gesammelte Gas kontrolliert abgeleitet werden.

  1. Wurde die Maßnahme zur Gefahrenabwehr bereits in Angriff genommen ?
  2. Wenn nein, wann ist damit zu rechnen ?
  3. Wenn ja, in welchem Stadium befindet sich die Maßnahme ?
  4. Wurden ggf. Alternativen angedacht und untersucht ?
  5. Die Ergebnisse der damaligen Grundwasser- und Bodenluftuntersuchungen sollten im Wege der Wiederholungsproben sowie Erweiterung der Beprobungsstandorte auf ihre Belastbarkeit überprüft werden. Mit welchen Resultaten wurde dies durchgeführt ?

Wir bedanken uns für die Beantwortung der obigen Fragen.

Antwort:

Die benötigten Informationen zu „Bodenluftmessungen Wallersee“ werden derzeit bei der Kreisbauaufsicht abgefragt.

Sobald diese vorliegen, erfolgt die Beantwortung in einer gesonderten Mitteilung.

Beantwortung der folgenden Fragen:

1.     Wurde die Maßnahme zur Gefahrenabwehr bereits in Angriff genommen?

Die Bauaufsicht des Kreises Offenbach einigte sich mit den betroffenen Grundstückseigentümern darauf, dass vor Durchführung kostenaufwendiger Abwehrverfahren erneute Messungen zur Beurteilung der Gefährdung durch Deponiegas / Deponiegasmigration in den Keller- und Wohnräumen durchgeführt werden. Beauftragt wurde der TÜV Hessen

2.     Wenn nein, wann ist damit zu rechnen?

3.     Wenn ja, in welchem Stadium befindet sich die Maßnahme? 

Maßnahmen zur Gefahrenabwehr werden nur dann gefordert, wenn die Ergebnisse  eine mögliche Gefährdung erkennen lassen. Bisher liegen zwei Gutachten (sie bestehen aus jeweils zwei Messungen) für zwei Grundstücksbereiche vor. Eine Gefährdung wurde in beiden Fällen nicht erkannt. Somit sind erneute Messungen erst im Jahr 2018 fällig. Abwehrverfahren wurden derzeit nicht gefordert.

Für drei weitere Grundstücke wurde bisher jeweils nur eine Messung durchgeführt. Die zweiten Messungen sind beauftragt. Die geforderten Gutachten mit Handlungsanweisungen sollen im September / Oktober vorgelegt werden.

Ein nachträglich untersuchtes Grundstück im Randbereich der ehemaligen Hausmülldeponie ließ keine Gefährdung erkennen. Das Regierungspräsidium Darmstadt schlug vor, die Verantwortung für mögliche Vorsorgemaßnahmen dem  Grundstückseigentümer eigenverantwortlich zu überlassen. Darüber wurde der Eigentümer schriftlich in Kenntnis gesetzt. Das bauaufsichtliche Verfahren wurde damit abgeschlossen.

4.     Wurden ggf. Alternativen angedacht und untersucht?

Die Möglichkeit der Erstellung eines TÜV-Gutachtens ist als Alternative einzustufen. Die Bauaufsicht des Kreises Offenbach hat den Grundstückseigentümern die Möglichkeit gegeben, einen Nachweis für die zumindest zeitliche Unbedenklichkeit zu erbringen.

5.     Die Ergebnisse der damaligen Grundwasser- und Bodenluftuntersuchung sollten im Wege der Wiederholungsproben sowie Erweiterung der Beprobungsstandorte auf ihre Belastbarkeit überprüft werden. Mit welchen Resultaten wurde dies durchgeführt.

Grundwasseruntersuchungen werden über 6 Jahre jährlich durchgeführt. Hierzu liegt dem Magistrat nach den ersten 2 Jahren ein Zwischenbericht vor. Dieser wurde dem Regierungspräsidium Darmstadt zur Stellungnahme zugeschickt. Sobald die Stellungnahme des Regierungspräsidiums Darmstadt vorliegt, wird das den Gremien mitgeteilt.

Weitere Bodenluftuntersuchungen zur Erkundung der tatsächlichen Ausdehnung der ehemaligen Mülldeponie in südlicher Richtung erbrachten zwar Aufschüttungen im Bodenbereich, ließen allerdings keine nennenswerten Austritte von Deponiegas (siehe auch Absatz 3 der Beantwortung von Frage 2 und 3) erkennen.

Aufgestellt:                                         Gesehen:

 

Juditha Sender                                   Peter Kämmerling

Sachbearbeiterin                             Fachdienstleiter